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Monatliches Einkommen mit ETFs: ein Plan, keine Terminzusage.

Drei quartalsweise ausschüttende ETFs können ihre Ausschüttungen über das Jahr verteilen. Daraus folgt aber nicht automatisch jeden Monat eine Kontogutschrift. Entscheidend sind die tatsächlichen Zahlungstage, die Höhe der Ausschüttungen und die Risiken der Fonds. Hier kannst du eine konkrete Rechnung mit 30.000 € auf drei Fonds nachvollziehen und dieselben ETFs mit jeweils 10.000 € im Planer öffnen.

Zwölf nummerierte Terrakotta-Töpfe in zwei Reihen auf einem Holzregal, einzelne blühen — Sinnbild für den monatlichen Zahlkalender.

§ 01

Drei Rhythmen können sich ergänzen

Dieses hypothetische Muster zeigt, wie versetzte Quartale zwölf Monate abdecken könnten. Es ist keine Aussage zu aktuellen Terminen bestimmter ETFs.

MusterBeispielmonate
AJanuar · April · Juli · Oktober
BFebruar · Mai · August · November
CMärz · Juni · September · Dezember

Ein Fonds aus jedem Muster reicht nur dann für monatliche Zahlungen, wenn diese Monate tatsächlich Zahlungstage enthalten. Historische Ex-Monate können davon abweichen. Ein Monat im Diagramm ist deshalb zunächst ein Hinweis für die Recherche, kein gesicherter Kontoeingang.

Hypothetisches Ex-MonatsmusterA/B/C sind keine Zahlungstermine
JanA
FebB
MärC
AprA
MaiB
JunC
JulA
AugB
SepC
OktA
NovB
DezC
A Jan · Apr · Jul · OktB Feb · Mai · Aug · NovC Mär · Jun · Sep · Dez

§ 02

Drei reale Fonds als Rechenbeispiel

Die folgenden Fonds verbinden unterschiedliche historische Ex-Monatsmuster. Die Auswahl dient dazu, Verteilung und Steuerannahmen sichtbar zu machen. Sie ist keine Empfehlung für ein ausgewogenes Portfolio: Die beiden Aktienfonds können sich überschneiden; der Pfandbrief-Fonds trägt andere Risiken, ist aber kein Ersatz für ein Bankguthaben.

Fonds und DetailseiteISINBeispielbetrag
iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE) · Dividendenaktien aus dem EuroraumDE000263528110.000 €
Xtrackers Stoxx Global Select Dividend 100 Swap UCITS ETF 1D · globale Dividendenaktien, Swap-AbbildungLU029209618610.000 €
iShares Pfandbriefe UCITS ETF (DE) · PfandbriefeDE000263526510.000 €

Die Fondsidentität lässt sich auf den iShares-Unterlagen zum Aktienfonds, den iShares-Unterlagen zum Pfandbrief-Fonds und der DWS-Ausschüttungsmitteilung prüfen. Diese Quellen belegen Fonds beziehungsweise Ausschüttung; sie sind keine Bestätigung unserer gesamten Datenhistorie oder Prognose.

Die Risiken gehören zur Auswahl: Aktienkurse und Ausschüttungen können fallen, eine Dividendenstrategie konzentriert sich auf bestimmte Unternehmen. Beim globalen Fonds kommen Währungs- und bei der Swap-Abbildung Gegenparteirisiken hinzu. Pfandbriefe reagieren unter anderem auf Zinsen und die Bonität der Emittenten. Ein passendes Ausschüttungsmuster allein macht keinen Fonds passend für dich.

§ 03

Was ergeben 30.000 € im Modell?

Rechenstand: 18.10.2026, 12:00 UTC. Verwendet werden die in CashflowETF gespeicherten Ausschüttungen in Euro und Euro-Kurse vom 16.10.2026 aus Yahoo Finance. Der Planer verwendet für die Aktienfonds seine saisonale Jahresprojektion für 2026, beim Anleihenfonds die Ausschüttungssumme der letzten zwölf Monate. Das Ergebnis ist somit ein modellierter Jahreswert, weder ein tatsächlich vereinnahmter Betrag noch eine Zusage für die nächsten zwölf Monate.

FondsEuro-Kurs im BeispielNettofaktor im deutschen Modell
EURO STOXX Select Dividend 3023,23 €81,5375 % · 30 % Teilfreistellung
Global Select Dividend 10039,165 €81,5375 % · 30 % Teilfreistellung
Pfandbriefe94,752 €73,625 % · keine Teilfreistellung

Die verwendeten Jahresbeträge je Anteil betragen im Modell 1,043114 € beim EURO STOXX Select Dividend 30, 1,512771 € beim Global Select Dividend 100 und 1,740032 € beim Pfandbrief-Fonds (auf sechs Nachkommastellen gerundet). Die ersten beiden sind Projektionen, der dritte ist der erfasste Zwölfmonatsbetrag.

Bei jeweils 10.000 € ergibt dieselbe Berechnung wie im Planer 1.018,93 € brutto und 816,28 € netto pro Jahr. Der rechnerische Monatsdurchschnitt beträgt 68,02 € netto. Die geschätzten Einzelmonate sind sehr ungleich: etwa 16,50 € im Januar und 210,52 € im Juli. Sie folgen den historischen Ex-Monaten, nicht bestätigten Kontoeingängen.

Die Grundrechnung lautet: Beispielbetrag geteilt durch Euro-Kurs ergibt die modellierte Anteilszahl; multipliziert mit der jährlichen Ausschüttung je Anteil ergibt sie den Bruttobetrag. Anschließend wird der jeweilige Nettofaktor angewendet. Bruchteile von Anteilen sind im Modell möglich; Kaufkosten und individuelle Brokerbedingungen sind nicht eingerechnet.

Das deutsche Standardmodell unterstellt 25 % Kapitalertragsteuer zuzüglich 5,5 % Soli auf diese Steuer, zusammen 26,375 % auf den steuerpflichtigen Anteil. Es berücksichtigt weder Kirchensteuer noch Sparer-Pauschbetrag oder Verlustverrechnung. Die Teilfreistellung ist eine Modellannahme anhand der Fondseinstufung; die persönliche Abrechnung kann abweichen. Primärquellen: § 32d EStG, § 4 SolzG, § 20 InvStG, abgerufen am 18.10.2026.

Das Drei-Fonds-Beispiel im Cashflow-Planer öffnen →

Der Link übernimmt exakt die drei Fonds und Beträge. Der Planer rechnet mit den dann verfügbaren Kursen und Ausschüttungsdaten; seine Werte können deshalb später von diesem datierten Beispiel abweichen. Änderungen an deinen Beträgen stehen auch in der Plan-URL.

§ 04

Ein belegter Fall: Ex-Tag im Mai, Zahlung im Juni

Die DWS-Mitteilung vom 05.05.2026 nennt für den Xtrackers-Fonds LU0292096186 eine Ausschüttung von 0,3301 € je Anteil, den 20.05.2026 als Ex-Tag und den 03.06.2026 als Zahlungstag. Damit fällt dieselbe Ausschüttung in unserer historischen Auswertung in den Mai, der angekündigte Auszahlungstermin aber in den Juni. Dein Broker kann die Gutschrift später buchen. Quelle: DWS-Ausschüttungsmitteilung, Seite 1.

Auch der iShares-Ausschüttungskalender, Stand Januar 2026 enthält optionale Ausschüttungen. Ein Kalendermuster ist daher keine Zusage über Höhe oder tatsächlichen Kontoeingang.

Für das konkrete Beispiel zeigt unser Datenbestand folgende Abdeckung. „Erfasst“ bedeutet gespeichert, nicht unabhängig bestätigter Broker-Kontoeingang:

FondsErfasste AusschüttungenDavon mit ZahlungstagOhne Zahlungstag
EURO STOXX Select Dividend 30543915
Global Select Dividend 10033330
Pfandbriefe553718

Am Rechenstichtag war für keinen der drei Fonds ein zukünftiger Zahlungstag in unserem Bestand erfasst. Das heißt nicht, dass keine weitere Ausschüttung folgt. Zwölf belegte Ex-Monate beweisen keinen lückenlosen Zahlungskalender. Der Planer trennt Monatsmuster, erfasste Zahlungstage und Datenlücken. Details stehen in der Methodik.

§ 05

Vom Beispiel zur eigenen Planung

1 · Betrag verändern. Öffne dieses Beispiel im Planer, ändere einen Betrag und vergleiche Jahreswert, Monatsdurchschnitt und Verteilung. Die Berechnung läuft ohne Anmeldung.

2 · Daten und Risiko prüfen. Öffne die ETF-Details aus dem Planer. Vergleiche Historie, Währungen, Kosten, Fondskategorie und Originaldokumente. Der Screener und die Liste monatlich ausschüttender ETFs helfen bei der Recherche. Eine hohe Ausschüttung kann mit Kursverlusten einhergehen.

3 · Puffer einplanen. Nutze einen Liquiditätspuffer für ungleiche Monate und prüfe neue Zahlungstermine, bevor du konkrete Ausgaben daran ausrichtest. Kalenderoptimierung ersetzt keine sinnvolle Streuung; mehrere ETFs können dieselben Aktien halten.

FAQ

Wie viel Kapital brauche ich für 100 € monatlichen Netto-Cashflow?

Unter den obigen Annahmen entsprechen 100 € Monatsdurchschnitt 1.200 € netto im Jahr. Bei unveränderter Aufteilung und denselben Kursen und Ausschüttungsannahmen wären rechnerisch rund 44.100 € Kapital nötig (30.000 € × 1.200 € / 816,28 €). Das ist eine Modellgröße, kein verlässlicher Zahlungsplan und keine zugesicherte Rendite.

Garantieren drei ETFs monatliche Zahlungen?

Nein. Zwölf Ausschüttungen können in weniger als zwölf Kalendermonaten ankommen. Prüfe die erfassten Zahlungstage und rechne mit Verschiebungen, unterschiedlich hohen Beträgen und möglichen Kürzungen.

Muss ich einen Monatszahler aufnehmen?

Nein. Vergleiche zuerst Risiko, Streuung und Kosten. Ein vorhandener Liquiditätspuffer kann ungleichmäßige Zahlungen ausgleichen. Mehr ETFs allein machen ein Portfolio nicht besser.

Für welche Länder rechnet der Planer?

Der Planer verwendet ein deutsches Standardmodell. Österreich und die Schweiz werden nicht unterstützt. Individuelle steuerliche Besonderheiten sind nicht abgebildet; Teilfreistellung verstehen erklärt die deutsche Grundrechnung.

Stand: 18.10.2026. Rechenbeispiele dienen der Einordnung und sind keine Anlageempfehlung. Prognosen und Zahlungstermine können von der tatsächlichen Entwicklung abweichen.